EM steht für "Effektive Mikroorganismen" nach Prof. Teruo Higa aus Japan, der diese Mischung aus positiven, regenerativen Mikroben entdeckt und bekannt gemacht hat.

Um ein bisschen Licht in den Dschungel neuer Begriffe zu bringen, habe ich die gängigen Produktnamen zusammengestellt und erklärt.

Moderne Hygiene bedeutet die Besiedlung aller Oberflächen mit einem ausgewogenen Mikroben-Biotop. Dieses Grundwissen ist in den meisten Haushalten verlorengegangen, weil moderne Reinigerreklame uns klar machen will, man müsse alle Mikroben vernichten. Ebenso haben die Mediziner die Einstellung, dass Abwesenheit von Mikroben Gesundheit bedeute. Sie beschäftigen sich in Ihrem Beruf überwiegend mit Fällen, in denen schlechte Mikroben die Überhand gewonnen haben und Krankheiten hervorrufen. Landwirte und Gärtner lernen aber wieder zunehmend, dass nur eine ausgewogene Mikrobiologie optimale Umsetzung von organischem Material zulässt. Warum Multimikrobenpräparate wie EM-Effektive Mikroorganismen oder Kanne-Brottrunk und andere positiv in der Umwelt und Hygiene wirken, beschreibt Dipl. Ing. agr. Ernst Hammes. 


Mikroben stehen am Anfang und am Ende eines Lebens

Ursprünglich war die Erde wüst und leer, berichtet die Bibel. Die moderne Wissenschaft hat herausgefunden, dass Hitze, Stickstoff, Schwefelwasserstoff, hohe Radioaktivität, Mercaptone, Mercaptane und andere Stoffe ein Leben unmöglich machten. Die ersten Lebewesen, die sich nachweisen lassen, sind dann aber Mikroben, die von diesen lebensfeindlichen Stoffen leben und auch den Sauerstoff als Ausscheidungsprodukt produzierten. Auch heute noch sind alle Oberflächen, Luft, Boden, Pflanzen, alle Häute der Tiere und Menschen, dicht von Mikroben besiedelt. Wären diese rot, wäre die ganze Welt rot. Gesundheitsbewusste Menschen benutzen schon viele Jahre ph-neutrale oder -regulierende Seifen, um die Hautmikrobiologie möglichst wenig zu zerstören. Experten haben errechnet, dass wenn die Mikrobiologie zusammenreche, die Erde in nur 20 Jahren mehr als einen Meter unter einer Schicht von absterbendem Material, Pflanzenreste, Leichen, Kot, verschwunden wäre und es würde fürchterlich stinken.

Auch der Darm oder die Mundschleimhaut sind Kontaktstellen mit der Umwelt, also Oberflächen. Alte Kinderärzte lassen sich eine Windel mit Kot mitbringen und beurteilen danach den Zustand des Darms. Wir selbst wissen, dass übel riechender Kot signalisiert, dass wir Unordnung im Inneren haben. Übel riechende Krankenzimmer signalisieren uns den Tot und schwere Krankheit. Gesund empfinden wir natürlichen Wohlgeruch von Walderde, von gesundem Obst oder Gemüse und die frische Luft am Meer. Auch ist uns gesunde Tierhaltung nicht unangenehm sondern die meisten Menschen beurteilen einen guten Stallgeruch als "typisch". Solche "Wohlgerüche" sind das Resultat einer funktionierenden Mikrobiologie. So ist der Geruchssinn für uns Menschen sehr wichtig, weil wir damit Gesundes von Krankem unterscheiden können. Moderne Hygieneartikel aber übertünchen oft das Krankmachende, damit wir unbedingt im "good feeling" weiterleben und konsumieren können.

Mikrobenbiotope sind gesund

Natur ist immer Vielfalt. So wirken auch Mikroben, darunter verstehen wir Hefe, Pilze, Bakterien, immer in einer Vielzahl von Arten. Sie bilden stabile Biotope, die für die massenhafte Vermehrung von einzelnen Stämmen keinen Platz lassen. Bakterium Coli zum Beispiel wirkt äußerst  wohltuend im Darm und wird uns erst zum Feind, wenn es sich massenhaft vermehrt. Coli findet man überall in der Luft und auf allen Oberflächen, weil es tatsächlich für alle Tiere und Menschen lebensnotwendig ist. Normalerweise hat die Natur für jedes Lebewesen auch einen Gegenspieler. Kommt nun Coli mit Milch in Kontakt, was im Stall und an der Kuh auch normal ist, findet Coli dort den Gegenspieler, das Milchsäurebakterium, das schon im Euter der Kuh natürlicherweise der Milch zugegeben wird. Milchsäurebakterien vermehren sich unter natürlichen Umständen in der Milch so schnell, dass Coli keine Chance hat. Deswegen hatten unsere Vorfahren milchsaure Produkte als konservierte Lebensmittel in Form von Jogurt oder Kefir, die auch ohne Kühlung einige Tage haltbar sind. Auch Lab schützt Milch vor Coli, ursprünglich nur im Verdauungstrakt des Kalbes, dann aber auch bei der Käseherstellung. Milchsäurebakterien als Hauptbestandteil konservieren auch Gemüse (Sauerkraut). Heute wissen wir, dass so natürlich konservierte Lebensmittel mehr Gesundheitswert als das Ausgangsprodukt haben, weil sie zusätzlich mit den Ausscheidungsprodukten der Mikroben, Vitamine, Enzyme, angereichert sind. Ähnliche gesunde Produkte finden wir in gutem Waldboden, im Komposthaufen und in gutem Mutterboden.


Wie Mikroben zusammen wirken

Die Wissenschaft vermutet, dass es einige Mio. verschiedene Mikroben gibt. Wir kennen aber nur gut 10.000.  Davon sind aber nur wenige bestimmend dafür, ob ein Milieu krank oder gesund ist. Der größte Teil der Mikrobiologie ist neutral. Diese folgen immer der dominanten Gruppe und gestalten dann zusammen das Milieu. Dominieren die wenigen krank Machenden, wird das gesamte Umfeld krank. Dominieren die gesund Machenden, wird das gesamte Umfeld gesund. Vernichten wir nun über Desinfektion oder Medikamentation alle Mikroben, entsteht ein Vakuum, dass meist zuerst wieder von den krank Machenden besiedelt wird, die dort keine Gegenspieler haben und sich wieder massenhaft vermehren. Deswegen geben die meisten Ärzte nach einer Antibiotikum-Gabe zum Beispiel Symbioflor oder ähnliche Produkte, um den Darm möglichst schnell wieder geordnet zu besiedeln.

Eine weitere erfreuliche Erscheinung in der Natur ist die Fliege. Sie signalisiert uns, dass es irgendwo Fäulnis gibt. Das Faule ist der Lebensraum der Fliegenmade, und die Fliege, getrieben von dem Drang sich fortzupflanzen, sucht das Faule. Dorthin legt sie ihre Eier ab. Neuerdings nutzt die Medizin diese Tatsache wieder indem sie auf austherapierte, nicht heilende Wunden wieder Fliegenmaden setzt. Diese fressen nur das faulende Gewebe, setzen dieses in ihrer Verdauung (Mikrobiologie) um und produzieren gleichzeitig Enzyme und Vitamine in ihrem Schleim, der das noch lebende Gewebe stabilisiert und schützt. 


Praktische Anwendung in jedem Haushalt

Hygiene im Haushalt bedeutet danach, dass wir alle Oberflächen positiv mikrobiell besiedeln sollen. Die Multimikrobenpräparate können also in großer Verdünnung dem Putzwasser, dem Waschwasser zugegeben werden. Erfahrungsberichte zeigen, dass Menschen jahrelang sauber ohne Seife bleiben können, wenn sie sich mit einem Mutimikrobenpräparat waschen. Spülmaschinen oder Waschmaschinen brauchen nur noch ein Drittel der Waschmittel und trotzdem wird alles sauber. Eine gute mikrobielle Besiedlung minimiert Staubbildung und dann auch das Vorkommen der Hausstaubmilbe. Einige Produkte sind auch als Lebensmittel zugelassen, so dass man durch Trinken Darm und Mundschleimhaut mikrobiell optimieren kann. Erfahrungen bei Tieren zeigen, dass Wunden schneller abheilen. Sprüht man Multimikrobenpräparate zum Beispiel in Wasser mit dem Blumensprüher in die Luft, verschwinden üble Gerüche im Raum. Weltweit liegen umfangreiche Erfahrungen vor und das Wissen um vernünftige Hygiene breitet sich aus.


Multimikrobenpräparate - Was Neues?

Alles Leben fußt auf einer gesunden Mikrobiologie. Somit sind Landwirte und Gärtner im Grunde Mikrobenmanager. Experten schätzen dass im Darm und im Boden einige 10 Mio. verschiedene Arten leben. Davon bestimmen aber nur einige wenige, ob ein Prozess gesund oder krank verläuft. Je nach Dominanz der gesund oder krank Machenden folgen alle anderen Arten der dominanten Gruppe. Nach dieser Erkenntnis ist es nicht sinnvoll, "klinisch rein" zu arbeiten, sondern dafür zu sorgen, dass eine optimale mikrobielle Besiedlung aller Oberflächen sichergestellt wird, da das Mikrobenbiotop (milchsaures Milieu) pathogene Organismen integriert und an massenhafter Vermehrung hindert.

Einige tausend Haushalte, ca. 500 landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland, 2000 in den Niederlanden und fast 1000 in Österreich arbeiten zur Zeit erfolgreich mit Multimikrobenpräparaten , überwiegend mit "EM-Effektive Mikroorganismen". In der Praxis erreichen die Betriebe, konventionelle und ökologische, wesentliche Vorteile bei der Mist-. und Güllefermentation sowie bei der Umsetzung organischer Masse im Boden, was die Erträge in der Bodenproduktion und die Qualitäten positiv beeinflusst. Silagen haben sehr gleichmäßige Silierqualitäten, selbst an schwierigen Stellen im Fahrsilo, und sie erwärmen sich auch nach drei bis vier Tagen auf dem Futtertisch kaum. Betriebswirtschaftlich, so sagen die Anwender, rechnet sich der Einsatz der Multimikrobenpräparate.

Mehrere 6000 Haushalten in Deutschland, Österreich und der Schweiz benutzen EM als Hygienemittel. Inzwischen gibt es auch Hotels, Ferien auf dem Bauernhof und Pensionen, die EM zur Vermeidung der Nutzung von Chemie einsetzen.

Wissenschaftliche Beurteilungen liegen bisher aus Deutschland nur wenige vor. In Japan und USA wird schon länger an der wissenschaftlichen Beurteilung gearbeitet. Dort gibt es Erfahrungen von mehr als 20 Jahren. Im Internet findet man www.emiko.de Erfahrungsberichte und wissenschaftliche Untersuchungen. Ein EM-Verein www.emev.info befindet sich im Aufbau. Dort wird neutral über alle Multimikrobenpräparate geforscht und berichtet werden. Der Verein ist die schnellste Informationsdrehscheibe (Info über info@emev.info )


Dieser Text wurde mir freundlicherweise von Ernst Hammes (EM e.V.) zur Verfügung gestellt.